Münchner Mannschaftsmeisterschaft 2008
28.4.2008 - rc
Mannschaftsmeisterschaft beendet
Mit drei Mannschaften nahmen wir dieses Jahr wieder an der Münchner Mannschaftsmeisterschaft teil. Die Zweite spielte in der A-Klasse in einer Gruppe mit den beiden Absteigern aus der Bezirksliga, Schach-Union und Unterhaching II, und der starken Mannschaft Garching III. Dummerweise spielte man hintereinander gegen diese drei. Während es gegen die Schach-Union noch knapp wurde, setzte es gegen die beiden anderen deftige Niederlagen. So fand man sich zwischenzeitlich auf dem vorletzten Platz wieder. Doch dann fuhr die Zweite ihre Pflichtisiege ein und sicherte sich bereits eine Runde vor Schluss den Klassenerhalt. Dass es dann noch mal eine empfindliche Schlappe gegen den Vorletzten Haar II gab, war dann zwar unschön, aber nicht mehr von Bedeutung. Zwar war das keine berühmte Saison, doch angesichts der starken Liga war wohl nicht viel mehr drin. Topscorer waren Artur Wachelka, der aus der Dritten hochgerutscht war, mit 4/6 und Martin Wolf mit 4/7. Helmut Pronold und Julian Garbotz, der in den letzten Jahren eigentlich immer kräftig punktete, hatten dagegen kein so gutes Jahr. (Immerhin darf man Julian zugute halten, dass er in der Ersten einen wirklich wichtigen Punkt in der Regionalliga erkämpft hatte.)
Die Dritte war angetreten, wenn möglich die Klasse zu halten. Im letzten Jahr verblieb man in der B-Klasse nur dadurch, dass MSC 1836 und Pasing je eine Mannschaft zurückzogen. Die Mannschaft legte dann einen fulminanten Start hin und saß zwischenzeitlich auf dem zweiten Platz. Zwar verlor man dann einige Begegnungen, doch vom Abstieg war da schon keine Rede mehr. Letztlich belegte die Dritte den dritten Platz, was ein schöner Erfolg ist. Absoluter Topscorer war Berthold Karcher mit 5,5/6, der sich damit als vorbildlicher Mannschaftsführer zeigte. Gut schnitt auch Hans-Peter Kron mit 4/7 ab, und Werner Emmerig blieb bei 3,5 aus 6 Partien ebenso ohne Niederlage wie Stephan Hösl an Brett 1, der auf 3,5 aus 5 kam. Unser starker Neuzugang Joachim Will legte am zweiten Brett zunächst wie die Feuerwehr los und gewann seine ersten drei Partien - teilweise sehr überzeugend. Doch dann spielte er etwas unglücklich und verlor die nächsten drei.
Die Vierte war in die C-Klasse hochgerutscht, da einige Vereine ihre unteren Mannschaften zurückgezogen hatten. Der Leistungsunterschied in der C-Klasse ist ziemlich groß. Insgesamt durfte man realistischerweise nicht mit allzuviel Punkten rechnen. Zudem fielen zwei Stammspieler komplett aus, und da unsere Personaldecke nicht allzu dick ist, musste die Mannschaft einige Male Bretter frei lassen. So setzte es dann zu Anfang ziemlich heftige Niederlagen. Aber dennoch gelang es den wackeren Kämpen um Herbert Strobl noch drei Mannschaftspunkte einzufahren - einen Sieg feierte man ausgerechnet gegen den Tabellen-Dritten Schwarz-Weiß ARAG. Roberto Cagna schlug sich recht wacker an Brett 1 und erzielte 2/6, während Herbert Strobl mit 3/6 und Viktor Anderson mit 3/7 die meisten Punkte einsammelten. Gerd Discherl hätte vermutlich mehr als seine 2,5 Punkte geholt, wenn er mehr als 4 mal gespielt hätte. Einige der Spieler der dritten Mannschaft hatten ja schon vor der Saison gesagt, dass man lieber in der stärkeren C-Klasse spielen wollte, obgleich klar war, dass die anderen Mannschaften dort teilweise erheblich stärker waren. So war man angesichts der Niederlagen gefasst und konnte die Tatsache, dass man am Ende noch einen Sieg einfuhr, als Erfolg ansehen. Im nächsten Jahr wird es in der D-Klasse dann wohl nicht ganz so heftig zugehen. Ob das jetzt positiv oder negativ ist, bleibt den Spielern dann selber zu entscheiden.
Die Informationen zu unseren Mannschaften findet man hier:
Es folgen alle Berichte zu den Mannschaftskämpfen:
23.4.2008 - va
Gruppe C1
Zugzwang 4 kann doch noch gewinnen
Ausgerechnet gegen die von der Papierform (DWZ) stärkste Mannschaft, den Tabellenzweiten SV Schwarz-Weiß ARAG 1, erreichten wir gestern in der Zugzwang-Arena einen Sieg. Gewonnen haben an den Brettern 4 bis 7 Hans (E), Matthias (E), Herbert und ich; Gerd erzielte an Brett 2 ein remis; verloren haben an den Brettern 1, 3 und 8 Roberto, Ralph und Reinhard. Damit sind wir die Rote Laterne erst einmal los. Sollte Meiller 2 gegen Aschheim/Kirchheim 2 verlieren, bleibt das auch so. Der Dank gilt allen Spielern, vor allem den Ersatzspielern (in der Reihenfolge ihrer Nennung auf der Seite des Bezirks) Hans, Oskar, Hubert, Heinz und Matthias.
Nächste Saison, wohl in der D-Klasse, versuchen wir, unserer Ersten nachzueifern. Die sind einfach unglaublich. Wann ist die Aufstiegsfeier? Hoffentlich erfahren wir es am Freitag, wenn wir bei der Zweiten kiebitzen kommen.
19.4.2008 - Berthold Karcher
Gruppe B1
Zugzwang 3 sichert sich mit 4:4 gegen SC Ismaning 1 den 3. Tabellenplatz
Nominell hatten die Ismaninger in diesem Jahr die bessere Mannschaft, spielten laut Wolfgang Meier aber glücklos.
Im Laufe der Saison ändernten sich die Ziele - waren wir anfangs nur auf Klassenerhalt aus, so änderte sich dies schnell, nachdem wir über Ostern sogar Tabellenführer waren. Mit dem Remis gegen Kirchseeon und der Niederlage gegen Neuperlach wurden wir dann wie erwartet auf den 3. Platz verwiesen, den wir nun aber gerne bis zum Ende retten wollen.
Am Freitag Zuhause gegen Ismaning 1 ist die im Ergebnis zwar gelungen, um den Punkt wurde aber lange gerungen.
Nach einem schnellen Sieg von Hans-Peter Kron, dessen Gegner die Eröffnung ganz vermurxt hatte, lagen wir schnell 1:0 vorn. Kaum notiert, gab Peter Prokopcuk entnerft auf, nachdem er einfach eine Figur einstellte, weil der schützende Bauer gefesselt war.
An Brett 1 lies Stephan Hösl seinem starken Gegner, der bisher 5/5 erzielt hatte, keine Chance - er lag bald eine Figur vorn und spielte die Partie sauber zu Ende. Durch Jetlag beeinträchtigt, wollte ich schnell auf ein Remis aus. Dies ist mir mit etwas Glück gelungen - mein Gegner hatte kurz vor Partieschluss eine Chance ausgelassen in Vorteil zu kommen. Auch Dr. Herbert Gstalter war froh, als er endlich nach seinem Remis in die Kiebitzrolle schlüpfen durfte.
An Erich Käsbohrers 7. Brett lag das Remis am Ende mit gleichem Material und nahezu symmetrischer Stellung auf der Hand und führte nach sportlichem Händedruck zum Zwischenstand von 3.5 : 2.5 für uns.
Alles fokusierte sich jetzt auf die Partien von Hans Joachim Will, der maximal um ein Remis kämpfen konnte - unverständlicherweise wählte er aber die falsche Strategie und musste die Partie zum 3.5 : 3.5 verloren geben.
Werner Emmerig hat diese Saison wieder zu seiner gewohnten Leistung zurückgefunden und hielt seine leicht schlechtere Stellung auch nach langem Kampf remis - sein Gegner bot letztlich kurz vor Zeitende die Punkteteilung zum 4 : 4 an.
Beide Mannschaften können mit dem Ergebnis zufrieden sein.
Wir bleiben an Platz 3 und die Ismaninger sind wohl auf einem sicheren Nichtabstiegsplatz
Am Montag 21.4 geht's für uns schon in die letzte Runde bei SC Lohhof 1, die sich auf dem zweiten Platz sonnen.
19.4.2008 - va
Gruppe C1
Zugzwang 4 unterliegt Aschheim/Kirchheim 2 mit 3 : 5
Wir trafen uns recht früh, bereit um 18.00 Uhr, am Ostbahnhof. Das war gut so. Denn Herbert lotste Hubert (ich fuhr ihm hinterher) in die Pampa, da er die Adresse in Aschheim unbedingt in Kirchheim finden wollte. Im Sportzentrum von Kirchheim erfuhren wir dann endlich den richtigen Weg zum Sportzentrum in Aschheim. Als wir nach einer Stunde Fahrt ankamen, waren wir von der Anlage beeindruckt.
Zwei Dauerfehlende haben wir sowieso, aber es meldete sich auch Ralph ab mit etwas mit Schule und hundertjährigem Jubiläum (ist er wirklich schon hundert?). Relativ kurzfristig meldete sich auch Gerd wegen Krankheit ab, für den wir keinen Ersatz fanden. So spielte Roberto auf Brett 1, Brett 2 blieb frei, auf Brett 3 spielte Matthias Breinl und auf Brett 4 Dr. Hubert Schweighard. Herbert und ich rückten je einen Platz auf, so kam Oskar Angerer auf Brett 7, auf Brett 8 spielte dann Reinhard.
Herberts Gegner verlor einen Turm und reklamierte, er habe einen unmöglichen Zug gemacht. Herbert blieb hart, so gab sein Gegner zornerfüllt auf. Oskars Gegner war zu gierig auf Bauernjagd gegangen und musste auch aufgeben. Nachdem Roberto (seine erste Niederlage), Hubert und ich verloren hatten, bot Reinhards Gegner in sehr unübersichtlicher Stellung remis an, für Reinhard ein großer Erfolg, den wir ihm nicht nehmen durften, wenn er auch unsere Niederlage besiegelte. Es wäre aber egal gewesen, da Matthias' Stellung totremis war. Matthias erklärte sich nachher mit seinem Spiel unzufrieden.
Wir fuhren dann in die Zugzwang-Arena und kiebitzten etwas beim Remis der Dritten. Gemeckert hat nur Herbert, und das ausgiebig.
10.4.2008 - Erich Käsbohrer
Gruppe B1
Neuperlach 1 bringt Zugzwang 3 mit 5 : 3 die erste Niederlage bei
Nachdem wir die erste Hürde, das Spiellokal zu finden, genommen hatten, traten wir durchaus selbstbewusst gegen die favorisierten Neuperlacher an. Herbert fand seine Form wohl wieder und sicherte der Mannschaft nach etwa zwei Stunden das erste Remis. Danach holte auch Stephan am ersten Brett noch einen halben Punkt: wir hielten also bis zur dritten Stunde alles offen. Dann hat Hans Joachim einen guten Zug ausgelassen oder übersehen – jedenfalls ärgerte er sich hinterher sehr -, und musste seinen Punkt abgeben. Zu diesem Zeitpunkt standen Hans-Peter und Berthold besser als ihre Gegner, Werner blockte noch erfolgreich alle Gewinnbemühungen seines Gegners ab, aber an den letzten beiden Brettern bekamen wir, Peter und ich, zunehmend Schwierigkeiten. Peter konnte nicht mehr zu verhindern, dass vor seinem König die gegnerische Dame auftauchte, unterstützt von den Türmen und noch einem Läufer. Das Ende kam dann rasch. Ich musste einen Bauern geben, um ein gegnerisches Zentrum zu verhindern, erlangte danach aktives Spiel, doch als sich im Endspiel jeweils an den Flügeln Freibauernpaare gebildet hatten, konnte ich die meinen nicht so gut unterstützen wie der Gegner die seinen. Im 45. Zug war dann mein Gegner nur noch zwei Züge von der Umwandlung entfernt: mir blieb nur noch aufzugeben.
Damit stand es 4 : 1 für Neuperlach. In dieser Situation bot Werners Gegner remis an. Werner nahm richtigerweise das Angebot sofort an, auch wenn damit der Kampf entschieden war. Hans-Peter hatte sich inzwischen zwei verbundene Freibauern erkämpft, musste sich aber ständigen Schachgeboten der gegnerischen Dame, auch noch unterstützt von einem Läufer, erwehren. Als auch ihm der Gegner das Remis anbot, nahm er es nach längeren Überlegungen an.
Berthold stand inzwischen vermutlich auf Gewinn. Er kämpfte mit drei verbundenen Freibauern im Zentrum, Turm und Springer gegen einem Freibauern auf der a-Linie, Turm und Läufer. Berthold zermürbte seinen Gegner regelrecht. Zuerst versuchte er seinen König im Zentrum nach vorne zu bringen. Als das nicht klappte, kam der Versuch über links (f-Linie). Auch das blockte sein Gegner noch ab, aber als dann Berthold im dritten Versuch seinen König vom Zentrum aus rechtsseitig nach vorne brachte, konnte sein Gegner die Zusammenführung der vorgerückten Bauern mit dem König nicht mehr verhindern. Sichtlich genervt gab er auf. Berthold hat damit im fünften Spiel seinen fünften Punkt geholt. Damit war für uns, denke ich, ein durchaus achtbares Ergebnis herausgekommen.
Wir stehen nun mit 7 Punkten an 3. Stelle hinter Neuperlach mit 10 und Lohhof mit 8 Punkten. Es droht uns damit nichts mehr; weder Ab- noch Aufstieg. Dennoch werden wir in den beiden restlichen Kämpfen unser Bestes geben.
9.4.2008 - va
Gruppe C1
Zugzwang 4 erringt den ersten Mannschaftspunkt
Gestern empfingen wir den Tabellenvorletzten Meiller 2 in unserer Zugzwang-Arena. Da Herbert beruflich verhindert war, durfte ich ihn als Mannschaftsführer vertreten. Gleichzeitig fand in der Gaststätte eine Hauseigentümerversammlung statt, es waren also zwei geschlossene Gesellschaften. Auf besonderen Wunsch eines unserer Gäste schaltete Tom das Kaminfeuer aus, dann ging es los.
Nach etwas über einer Stunde meldete Gerd seinen Sieg. Allerdings gab Heinz kurz darauf auf. Dann meldete Ralph, seine Partie sei nicht zu gewinnen und er habe Remis angeboten. Hinterher äußerte er sich zufrieden über die Steigerung nach vier verlorenen Partien. Hans meldete seinen Sieg nach einer "Wildwest-Partie", wie er sie später bezeichnete, doch Reinhard verlor. Als dann Roberto sein Remis meldete (er hat in der Mannschaft alle Partien bisher mit Remis beendet) und Oskar aufgab, stand es 3:4 gegen uns und es kam auf meine Partie an.
Ich war extra eine Position nach vorne gerutscht, da ich gegen diesen Gegner zweimal gespielt und zweimal gewonnen hatte. Allerdings stand ich nach Oskars Aufgabe um die Qualität schlechter. Mein Gegner wickelte jedoch so ungeschickt in ein Turmendspiel ab, dass ich nicht nur die Qualität zurückgewann, sondern einen Bauern besser stand, allerding einen Doppelbauern. Offenbar bringen Geralds Endspielkurse an der Schachakademie doch etwas, denn einen Zug vor dem Matt gab mein Gegner auf.
Die Rote Laterne haben wir nach dem 4:4 zwar immer noch, aber ein Fortschritt ist erkennbar.
6.4.2008 - Dr. Herbert Gstalter
Gruppe B1
Spannendes 4:4 gegen Kirchseeon 1 - Zugzwang 3 bleibt oben dran
Am Freitag fand im neu "möblierten" Nebenraum des Land unter der vierte Wettkampf dieser Saison statt. Wider Erwarten wurde auch dieser Kampf nicht verloren, auch wenn es zwischenzeitlich danach aussah. Während der Gast arg geschwächt mit drei Ersatzspielern erschien, setzte sich für uns als einziger Nicht-Stammspieler Hans Kohl am zweiten Brett vor das lodernde Kaminfeuer. Die Finger (und noch etwas mehr) verbrannte sich dabei allerdings dessen Gegner, der schon in der Eröffnung unter die Räder kam und sich davon nicht mehr erholen konnte. Nach dieser schnellen Vorgabe geschah dann lange nichts besonderes. Gut sah es bei Peter am 8.Brett aus, an dem sein Gegner unheimlich viel Zeit verbrauchte, um in einem scharfen Königsgambit nicht unter die Räder zu kommen. Berthold hatte eine Qualle mehr. Dafür stand ich ebenso wie Erich mit Bauernschwächen da und Werner hatte einen Minusbauern und keinen Plan. Stefan Hösl und Hans-Peter Kron standen etwa ausgeglichen. Nach etwa drei Stunden gab es dann einen Doppelschlag gegen uns: Erich und ich mussten unsere Partien aufgeben. Nur wenig später gelang Berthold mit seinem vierten Sieg hintereinander der Ausgleich zum 2:2. Kurz darauf bot Werners Gegner remis an, was sofort freudig von diesem akzeptiert wurde, denn seine Stellung hatte sich keineswegs verbessert und Ideen waren nur für den Gegner zu sehen. Entweder interessierte sich dieser nicht für den Gesamtstand des Wettkampfs (was sich in dieser Saison schon bei mehreren Mannschaften beobachten ließ) oder er schätzte die restlichen Partien zu optimistisch ein. An Brett 1 schien schon seit langer Zeit ein remis unumgänglich, Krons Partie war etwa ausgeglichen, aber trotz stark gelichteter Reihen taktisch scharf und bei beiderseitiger Zeitknappheit völlig offen und bei Peter wurde heftig geblitzt. In einer dichten Kiebitztraube hatte Peters Gegner noch fast 20 Züge in wenigen Restminuten zu erledigen, Peter hatte deutlich mehr Zeit, stand aber mittlerweile schlechter. Peter kämpfte tapfer, vergaß aber leider des öfteren, nach seinen Zügen auf die Uhr zu drücken. Als die Zeitnot überstanden war und sich der Pulverdampf lichtete, blieb Peter nur die Aufgabe. Schade! Nun stand es 2,5 : 3,5 gegen uns. Als sich das Interesse der Zuschauer vom 8.Brett weg und hin zu Hans-Peter verlagerte, gab es eine angenehme Überraschung: Dieser hatte plötzlich einen Mehrbauern im Endspiel und eroberte kurz darauf einen zweiten, worauf der Gegner entnervt aufgab. Dies hätte er sicher nicht so früh getan, wenn er nur halb soviel Kampfgeist wie sein Mannschaftskamerad am Spitzenbrett gehabt hätte, der gegen Stefan ein totremises Endspiel schon stundenlang zu gewinnen versuchte. Mittlerweile war ihm dabei die Zeit bis auf 8 Minuten davongelaufen und wir spekulierten schon, ob Stefan -der noch über eine halbe Stunde Restbedenkzeit hatte- ihn sogar noch "über die Zeit schieben" könnte. Aber dann wurde doch remis geboten, was Stefan auch sofort akzeptierte. Ein Gewinnversuch wäre nicht fair gewesen und außerdem belehrte mich Stefan nachträglich, dass man in solchen Stellungen mit 2 Restminuten die Uhr anhalten dürfte und remis reklamieren kann...
Uns tat dieser Mannschaftspunkt gut. Wir liegen nur einen Zähler hinter den bisher verlustpunktfreien Neuperlachern, bei denen wir kommenden Dienstag antreten. Für den Gruppenfavoriten Kirchseeon scheint der Zug dagegen schon abgefahren zu sein.
2.4.2008 - va
Gruppe C1
Zugzwang 4 verliert 1,5 zu 6,5 bei Neuperlach 4
Gestern traten wir in Neuperlach an und rechneten uns was aus. Es ging auch ganz gut los, nach etwa einer Stunde gab mein allzu passiv spielender Gegner im 19. Zug auf. Allerdings gab Oskar kurz danach seine fast kürzere Partie auf. Es stand also 1 zu 1.
An Brett 1 stand Roberto solide und ausgeglichen, Gerd an Brett 2 und Ralph an Brett 3 standen eher besser, Herbert an Brett 5 stand ausgeglichen, Hubert an Brett 6 stand bedrängt und Reinhard an Brett 8 hatte eine Figur mehr.
Dann gab Ralph auf, sichtlich verärgert über sein Spiel. Herbert hatte auf einmal bei sonst vollem Brett vier Bauern weniger als sein Gegner, Hubert stand noch bedrängter und Reinhard tauschte seine Mehrfigur gegen einen Bauern, stand aber immer noch deutlich besser.
Bei Gerd wendete sich das Blatt, er musste in ein Turmendspiel mit einem Bauern weniger und deutlich schlechterer Bauernstruktur. Reinhard musste nach einem Fehler aufgeben, bald darauf auch Gerd. Es stand also 1 zu 4 gegen uns. Da einigte sich Roberto auf ein Remis, ohne den Mannschaftsführer zu fragen, den das sichtlich ärgerte. Die Niederlage stand fest.
Hubert verlor dann unter dem Druck eine Figur und gab nach einiger Zeit auf. Als letzter gab Herbert auf, als sein Gegner mit zwei verbundenen Freibauern im Zentrum weit vorgerückt war.
Am Nebentisch spielten Neuperlach 2 und Tarrasch 6. Vom Turnierleiter des Sommerturniers bei Tarrasch erfuhren wir im privaten Gespräch, das dieses Turnier in diesem Jahr voraussichtlich nicht stattfindet.
15.3.2008 - va
Gruppe C1
Zugzwang 4 erzielt gegen Vaterstetten 3 ein rekordverdächtiges Ergebnis
Gestern traten wir wiederum stark ersatzgeschwächt in Vaterstetten an. Dazu war uns Roberto kurzfristig von der zweiten Mannschaft abgezogen worden, weshalb Brett 1 frei bleiben musste.
Wir spielten erwartungsgemäß gegen eine sehr junge Mannschaft. Ich wurde als letzter fertig. Als ich aufgeben wollte, fragte ich Ralph, wie es denn stünde. Er antwortete: "Schlecht." Ich fragte: "Wie schlecht?" Antwort: "Sehr schlecht." Die Gastgeber grinsten und ich erfuhr, wir hatten keinen Punkt. Da versuchte ich es noch ein paar Züge, aber es war hoffnungslos.
Am grünen Tisch werden wir wohl einen Brettpunkt bekommen, da die Gastgeber einen Stammspieler zu tief eingesetzt hatten. Offiziell wird es ein 1 zu 7.
Wir fuhren dann fast alle in die Zugzwang-Arena, wo der Sieg der dritten Mannschaft bereits feststand. Wir kündeten fröhlich von unserem "Erfolg". So viel gelacht haben wir schon lange nicht mehr.
Wir haben jetzt gegen drei der ersten vier Mannschaften in der Tabelle gespielt. Am letzten Tag bekommen wir mit ARAG nochmals einen übermächtigen Gegner. Die nächsten drei Kämpfe gegen Neuperlach 4, Meiller 2 und Aschheim/Kirchheim 2 (in dieser Reihenfolge) werden zeigen, ob es wirklich beim letzten Platz bleibt.
Jetzt freuen wir uns erst einmal auf die Osterpause und über das Aufstiegsgespenst, das unsere erste Mannschaft ernsthaft bedroht.
Allen Zugzwänglern und allen Lesern wünschen wir Frohe Ostern!
7.3.2008 - Herbert Gstalter
Gruppe B1
Lohnender Ausflug nach Dachau
Am Donnerstag war die Dritte wieder aktiv und konnte mit nur sieben Spielern beide Punkte aus Dachau mit nach München nehmen. Anfangs war die Stimmung etwas getrübt, als wir von Berthold erfuhren, dass Stefan Hösl immer noch nicht spielen konnte und kein Ersatz zu besorgen gewesen war. So mussten wir das erste Brett frei lassen. Kurz nach halb acht fehlte bei Dachau allerdings die halbe Mannschaft; aber unsere Hoffnung auf ausgleichende Gerechtigkeit erfüllte sich nicht: nach und nach kleckerten alle an und setzten sich an die Bretter. Während sich die meisten Partien eher schwerblütig entwickelten, sah es an Brett 4 für Werner schon in der Eröffnungsphase gruslig aus, nachdem er einen drohenden Dameneinschlag auf b7 übersehen hatte und in der Folge noch eine Qualität ohne jede Kompensation verlor. Dieser Punkt wurde im Geiste bereits für Dachau verbucht. Offiziell hieß es dann aber zunächst 1:1, Berthold hatte keine große Mühe mit seinem Gegner. Trotzdem waren unsere Aussichten nicht toll, denn Matthias Breinl (als Ersatz für Peter Prokopcuk angetreten) stellte eine ganze Figur ein uns kämpfte danach für eine verlorene Sache. Auch Hans-Peter Kron hatte eine ungute Stellung; irgendwie waren seine Figuren wie ineinander verklebt und wirkungslos, dazu fehlte schon ein Bauer. In dieser Lage bot mein Gegner remis an, was ich im Hinblick auf den Mannschaftsstand ablehnen musste. Danach hellte sich das Bild dann doch erheblich auf, Joachim Will hatte seinen recht zähen Gegner niedergerungen und Erich Käsbohrer stand immer besser. Dann drehte sich der Kampf in kurzer Zeit an Werners Brett um. Sein Gegner, der bis dahin einen ziemlich souveränen Eindruck gemacht hatte und völlig problemlos auf Gewinn stand geriet in eine Art Nervenkrise und verlor völlig den Überblick. Mit wenigen kraftvollen Schlägen vernichtete er seine eigene Stellung unbarmherzig. Werner konnte nur staunen und alles wegnehmen. Damit hatten wir plötzlich schon drei Punkte und nachdem ich bei einem kurzen Rundblick Erich vor einer Gewinnstellung sitzen sah bot ich selber remis. Mein Gegner, der schwierig stand und in Zeitnot zu geraten drohte, nahm sofort an – der Mannschaftsstand war ihm sichtlich wurscht. Der Rest spielte sich dann wie erwartet ab: Hans-Peter und Matthias bissen ins Gras, aber Erich wickelte souverän in ein gewonnenes Bauernendspiel ab. Damit waren viereinhalb Punkte im Sack.
Begeistert waren alle von den Spielbedingungen und dem „Umfeld“. In einem Neubaukomplex im Dachauer Osten haben die Spieler einen geräumigen und hellen Raum und zum Komplex gehört ein griechisches Lokal mit billiger und guter Küche, in der man auch noch rauchen darf. Sogar Fußball ohne störenden Ton. Schade, dass es so was wahrscheinlich in München nicht gibt...
5.3.2008 - va
Gruppe C1
Zugzwang 4 verliert gegen SV 1960 1 mit 2,5 zu 5,5
Es war gut, dass ich gestern bereits eine Stunde vor Spielbeginn kam, denn unser Wirt Tom hatte im Kopf, wir würden erst um 21.00 Uhr beginnen. Der Raum war dann eine halbe Stunde vor Spielbeginn frei. Beim Aufstellen der Bretter die Schrecksekunde: eines der Holzbretter fehlte. Es fand sich später zwischen Schrank und Wand, wo es nicht hingehört. Am Freitag war beim Aufräumen offenbar gepfuscht worden.
Bei diesem Heimspiel fehlten uns die Spieler an Brett 4 und 5, die bereits letzte Woche in Kirchseeon fehlten, dazu Gerd von Brett 2. Wir fanden für Brett 2 Hans als Ersatz und Oskar für Brett 5, vielen Dank an beide, Brett 4 blieb unsererseits frei.
Als ich an Brett 7 nach über 2 Stunden in aussichtsloser Stellung (Springerendspiel mit 3 Bauern weniger) aufgeben wollte und nach dem Spielstand sah, musste ich feststellen, dass Hans und Oskar ihre Partien bereits verloren hatten, nach meiner Aufgabe stand es dann 0:4 gegen uns. Herbert an Brett 6 und Reinhard an Brett 8 standen überlegen, bei Roberto an Brett 1 und Ralph an Brett 3 war noch nicht viel zu erkennen, obwohl beide wohl etwas aktiver standen.
Kurz darauf gab Herberts Gegner auf, einige Zeit danach auch der von Reinhard. Es ist sein erster Erfolg in einer offiziellen Partie, herzlichen Glückwunsch. Aber dann musste auch Ralph aufgeben, der Verlust stand fest. Da einigte sich Roberto auf ein Remis.
Nächste Woche haben wir das schwere Auswärtsspiel bei Vaterstetten 3, die unseren gestrigen Gegener letzte Woche mit 6,5 zu 1,5 abgefertigt haben. Für Brett 2 suchen wir noch Ersatz. Dann kommt die Osterpause.
1.3.2008 - Berthold Karcher
Gruppe B1
Zugzwang 3 gewinnt zum Auftakt gegen SC Trudering 1 mit 6,5 zu 1,5
Hans - Joachim an Brett 2 hatte seinen Gegner fest im Griff, bis auf einen Zug, der wohl nach seiner Meinung eine Dauerschach ermöglicht hätte, das sein Gegenüber aber nicht sah. Jürgen L. half uns an Brett 1 aus, da Stephan krank war. Sein Gegner war vor der ersten Zeitkontrolle in Zeitnot und verpulverte dabei sein letztes Material. Danke Jürgen für deinen Einsatz. Auch unser Neuling, Sven L., der für Werner spielte, baute seinen Vorteil stetig aus. Sein Gegner an Brett 4 gab einen Zug vor Matt auf.
Die Truderinger Mannschaft ist auf dem Papier eine der schwächsten in unserer Gruppe. Sie selbst räumen auch ein, dass sie bisher immer knapp die Klasse gehalten haben, dieses Jahr aber wohl nicht bestehen werden, da laut Beschluss des Bezirks mehr Mannschaften aus der B Klasse absteigen, um die B-Klasse Gruppen zu reduzieren.
In der nächsten Woche Donnerstag sind wir zu Gast in Dachau.
28.2.2008 - va
Gruppe C1
Zugzwang 4 verliert gegen Kirchseeon 2 mit 1,5 zu 6,5
Herbert rückte einen Platz auf, weil er mit weiß spielen wollte. So blieben Brett 4 und Brett 6 unsererseits unbesetzt. Unser neuer Freund Gerd Dirscherl verabschiedete sich bereits nach etwa einer Stunde, er hatte an Brett 2 gewonnen. Kurz darauf gab Reinhard an Brett 8 auf. Ich hatte an Brett 7 im Londoner System eröffnet und bald eine sehr starke Stellung, aber ich litt unter dem Kramnick-Syndrom, d.h. ich musste nach nahezu jedem zweiten Zug auf die Toilette (die Partie dauerte 51 Züge). So litt meine Ausdauer und ich verspielte den Vorteil. Mein Gegner tröstete mich später, es sei wohl die Nervosität gewesen. Roberto hatte an Brett 1 die Qualität gewonnen, aber als er sah, dass ich aufgegeben hatte und Ralph an Brett 3 und Herbert an Brett 5 auf Verlust standen, willigte er in ein Remis ein.
Wir sind über dieses Ergebnis gegen eine übermächtige Mannschaft nicht unglücklich, immerhin ist Kirchseeon 2 gerade aus der B-Klasse abgestiegen und will sofort wieder aufsteigen. Etwas dämpfend war nur, dass gar kein Ersatzspieler Zeit hatte.
Am Dienstag gehr es daheim gegen SV 1960 München 1 mit unserem passiven Mitglied Doris an Brett 8. Ob es wohl da jemand von den Ersatzspielern ermöglichen kann …
Aufstellung:
Hinweis: alle Mitglieder des Vereins, die aktiv gemeldet sind und hier nicht aufgeführt werden, sind automatisch Ersatzspieler.
| 2. Mannschaft, A-Klasse | |
|---|---|
| 1 | Tibitanzl,Thomas |
| 2 | Pronold,Helmut |
| 3 | Huber,Stefan |
| 4 | Garbotz,Julian |
| 5 | Wolf,Martin |
| 6 | Wachelka,Artur |
| 7 | Flöthmann,Eugen |
| 8 | Hopp,Günter |
| 3. Mannschaft, B-Klasse | |
| 1 | Hösl,Stephan |
| 2 | Will,Hans Joachim |
| 3 | Gstalter,Herbert |
| 4 | Emmerig,Werner |
| 5 | Kron,Hans-Peter |
| 6 | Karcher,Berthold |
| 7 | Käsbohrer,Erich |
| 8 | Prokopczuk,Peter |
| 4. Mannschaft, C-Klasse | |
| 1 | Cagna,Roberto |
| 2 | Discherl,Gerd |
| 3 | Alt,Ralph |
| 4 | Trutwig,Andreas |
| 5 | Popp,Juliane |
| 6 | Strobl,Herbert |
| 7 | Anderson,Viktor |
| 8 | Schmid,Reiner |
Mannschaftsführer:
2: Ralf Callenberg
3: Berthold Karcher
4: Herbert Strobl







