Liebe Schachfreunde,

am Samstag schien sich bei der Bundesligarunde in München eine Sensation anzubahnen. Wir hatten überhaupt nicht damit gerechnet, eine Chance gegen den Favoriten Baden-Baden zu haben, doch dann ging eine Partie nach der anderen Remis aus. Nur ein Remis mehr, und wir hätten ein 4:4 in der Tasche gehabt, doch es sollte nicht sein, denn am Ende verlor Robert seine Partie mit Schwarz gegen GM Shirov.

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An dem Tag haben wir übrigens kräftig Elo gewonnen, denn wir waren an jedem Brett deutlich schwächer bewertet!

Unsere eigentlichen Bemühungen richteten sich auf den Sonntag, wo wir gegen den Mitkonkurenten im Abstiegskampf Heimbach-Weis antreten mussten.

Dieser Kampf verlief unglaublich spannend, was sich darin äußerte, dass gleich 6 Partien entschieden wurden!

 

 Natürlich wollten wir das Match gewinnen, aber dann unterlief Stefan B. ein Fehler, und er musste sich in einem taktischen Gemetzel, in dem beide Könige auf Matt standen, geschlagen geben. Dann hatten wir noch etwas Glück beim Stand von 3:4, dass Pavel seinen Vorteil sicher verwertete.

Unser Spitzenbrett Pavel Eljanov, und zugleich der Topscorer des Teams, Photo: Sandra Schmidt.

Der Käptn gab in diesem Kampf erneut sein Bestes. In der folgenden Stellung hat Weiß bereits einen Bauern mehr, es ist aber auf Anhieb nicht ganz klar, wie er ihn verwertet. Das Hauptproblem von Schwarz besteht darin, dass er kaum noch etwas ziehen kann, da die weißen Figuren sehr dominant sind. Man kann fast schon einer Zugzwang-Stellung sprechen! Schwarz zog also 1...Kf8 (was sonst?) und was ließ Weiß nun folgen?

Im Kampf gegen den Abstieg haben wir nun fünf Runden vor Schluss 4 Mannschaftspunkte geholt, was nicht viel ist, aber unsere direkten Konkurrenten, die Schachfreunde Berlin und der USV TU Dresden kommen sogar nur auf 3 Punkte. Und genau gegen diese beiden Teams spielen wir nächste Runde in Deizisau. Sollten wir beide Kämpfe gewinnen, dann stünden wir bei 8 Punkten, und hätten reale Chancen auf Klassenerhalt. Allerdings steigen 3 Teams ab, und wir müssen noch ein weiteres hinter uns lassen, das wäre zum Beispiel Deggendorf oder Düsseldorf. 

Gerald Hertneck Schachgroßmeister

Wie immer an dieser Stelle danken wir unserem Sponsor Roman Krulich, der uns seit Jahren unterstützt, und ohne den wir nicht in der Bundesliga spielen könnten!