Am letzen Spieltag ging es für die 2. vom MSA nach Sternberg zum Kellerduell. Der Kurs stand auf "Do - or - Die bzw. Abstieg". Somit aktivierte Kapitän Markus auch die Winterschläfer um in Bestbesetzung antreten zu können. Für den Non-Playing-Captain startet der Tag schon super, da sein Handy, über Nacht, keinen kurzfristiger Ausfall registrierte. Auch auf der Anreise ging kein Spieler verloren. Somit erreichte die Zweite der MSA ZZ in Überbestzung das Spiellokal. Leider stand kein Analyseraum zur Verfügung, somit verlegt Markus sein "Büro" in die Kombüse.

Pünktlich um 10 wurden die Uhren gestartet und nun war der letzte entscheidende Kampf für beide Teams gestartet. Das Brychcy-Syndrom zog sich in der Eröffnungsphase fast durch das ganze Team. Nur auf Brett 8 bewies Jason, mit einem zahlreichen Gambits, wie gut vorbereitet er in die Partie ging. Mutig opferte er auch einen 2. Bauern und stellte den verfressenen Springer seines Gegners vor Fluchtprobleme. Dieser konnte den, aber Rückgabe eines Bauern und enormer Entwicklungsprobleme retten.

Auf Brett 7 entschied sich Lars für ein Gambit. Er musste allerdings viel Bedenkzeit aufbringen um das Gegenspiel gegen Mehrbauern zu finden.

Auf Brett 6 investierte Martin auch ein gutes Stück Zeit für ein Qualitätsopfer auf a8, mit der Behauptung, der gegnerische Springer hat keinen Rückweg mehr und somit bekommt er 2 Figuren für seinen Turm.

Hubert an Brett 5 wählte für sein Beiboot ruhigere und nicht so zeitintensive Gewässer. 

An Brett 4 spuckte Felipe in der Eröffnung, trotz einer großen Zeitinvestition, einen Bauern, konnte aber mit einem sehenswerten Trick seine gedrückte Stellung stabilisieren und etwas Gegenspiel erzeugen. Somit war das Notsignal abgesetzt.

Lukas blies, an Brett 3, gestärkt von einem großen Kaffee mit viel Zucker, voll Koffein und Energie, zum 8-Bauernangriff ins Horn.

Felix am Brett 2 wählte eine scharfe Verteidigung gegen die italienische Eröffnung seines Gegners, kam aber solide durch die Anfangsphase.

Unser Meistergeneral Alexander setzte am Spitzenbrett auf volles Risiko und hisste bei stürmischen Werter, alle Segel und setzte auf volle Fahrt. Sein Bauernopfer befand er, als nicht ausreichend und somit opferte einen Großteil seiner Bedenkzeit und einen Läufer für die Gunst des nordischen Schachgottes "Matt'is". Hoffentlich erleidet er damit keinen Schiffsbruch, sondern einen ruhmreichen Erfolg.

Als ich eine Weile später meine 2. Kontrollrunde drehte, fiel mir auf, dass Jason auf der Suche für eine positive Entscheidung seinen Zeitvorsprung aufgab.

Nach der Investition eines weiteren Bauerns von Lars, verlief sich weißfeldrige Läufer des Gegner, zwar gegen den König von Lars richtete, ins Abseits der Schlacht. Mit einem Läuferopfer konnte Lars seinen Plan verfeinern und als Rückzahlung des Investments steht des Gegners Turm bereit. Als Zins wurde über den Kopf Gegners Königs gefeilscht. Dieser wurde schließlich ins Exil geschickt und somit hat Lars sich dieses Saison mit einer Quote von 100%, einen Platz mit einer in Walhalla reserviert hat.

Zwischentand: 1 - 0

Zwischenzeitlich warf der Alexanders Gegner etwas Ballast, in Form von einer Qualität, über Bord um somit das hohe Tempo der Galeere von Alexander mitgehen zu können.

Über Brett 4 verstärkte sich das Unwetter aber zusehends. Dazu waren erwiesen sich Schäden zu Beginn der Schlacht doch erheblicher als angenommen und nur der nur notdürftig gerichtete Kahn von Felipe erwies sich als nicht ausreichend solide für die Fahrt in stürmischen Gewässern. Kurze Zeit später erlitt Felipe’s Truppe Schiffsbruch und man konnte nur noch die die Trümmer bergen.

 

Zwischenstand: 1 - 1

Rechtzeitig zur Mittagszeit war für die Martin‘s Dame das saftige Pferdefleisch eingefangen und zubereitet. So sättigte sie sich, an dem reichhaltigen Mahl, während sich der Rest der Truppe für den Racheangriff gegen den Monarchen wappnete. Dieser konnte abgefangen werden und nach dem beide Damen von Bord gingen, war es ein Spiel auf ein Tor, welches von der Uhr vorzeitig zu Martins Gunsten beendet wurde.

Zwischenstand: 2 - 1

Auch über Brett 3 standen die Sterne gut. Nach einer kleinen Ungenauigkeit, welche der Gegner nicht ausgenutzt hat, intensivierte Lukas den Vormarsch seiner Truppen. Sein Gegner war auf dem ganzen Brett überfordert und somit war es nur eine Frage der Zeit, wann sein Gegner ihm die gesamte Beute überlies. Dies ließ nicht lange auf sich warten. Auch Martin hat sich dieses Saison mit einer Quote von 100% ein Platz in Walhalla gesichert.

Zwischenstand: 3 - 1

Somit brauchen wir noch 1,5 Punkte.

Leider verpasste Jason im Mittelspiel eine nicht triviale aber sehenswerte Kombination und somit die Vorentscheidung, da zu diesem Zeitpunkt die Stellungen von Hubert und auch von Felix eigentlich nicht mehr bzw. nur noch durch einen groben Fingerfehler zu verlieren sind.

An Brett 5 eroberte Hubert im Endspiel eine Qualität für einen Bauern, aber ob diese zum Gewinn ausreicht, muss sich erst zeigen, da Die Figuren vom Gegner sehr aktiv stehen.

Im Mittelspiel Investierte Felix viel Zeit für einen guten Plan, welcher ihm durch eine geschickte Abwicklung

ein Turmendspiel mit einem Mehrbauern einbrachte. Die Umsetzung dieses Vorteil erschien mir als nicht ganz trivial, da der der Turm von Felix der etwas passivere war.

Alexander segelt immer noch mit verringerter Truppe aber dafür, sind seine Matrosen viel besser organisiert, aber seine Gegenspieler verbessern sich zusehends. Hier ist jegliche Beute in Gefahr.

Zur Beruhigung meinerseits haben alle Spieler die Zeitkontrolle ohne großen Schaden geschafft und waren die Bedingungen für clevere Endspielpläne gegeben.

An Brett 5 konnte Hubert zwar seinen Minusbauern zurückgewinnen, aber leider waren schon zu viele Bauern abgetauscht.

Hier konnte der Turm seine Überlegenheit gegenüber dem gegnerischen Springer nicht mehr ausspielen und somit teile man sich die Beute.

Zwischenstand: 3,5 - 1,5

Alexanders tapfere Matrosen konnten, über die Distanz, die Unterzahl nicht halten und somit gab es an Brett 1 heute keine Beute für die MSA ZZ.

Zwischenstand: 3,5 - 2,5

Jason hatte in seinem Endspiel zwar immer noch einen Minusbauern, dafür dominierte sein Läuferpaar das Brett.

Letzen endlich wurde in ein ungleichfarbiges Läuferendspiel abgewickelt, in welchem der Minusbauer keinen Auschlag mehr gab und die Spieler einigten sich auf die Punkteteilung.

Zwischenstand: 4 - 3

Auch diese nutzte Felix gut und verbesserte die Aktivität seiner Figuren zusehends und konnte am Ende die Verteidigung seines Gegners brechen.

Somit war auch Felix aus der Pflicht nun gewinnen zu müssen, allerdings hatte er seine Stellung schon soweit verbessert, dass auch er kurze Zeit später einen ganzen Zähler signiert bekam.

Endstand: 5 – 3

Somit wurde aus eigener Kraft alles dafür getan um die Klasse zu halten und man wartete voller Erwartung auf die Ergebnisse aus Augsburg und aus der Oberliga.

Nach harten Kampf und dem Mannschaftsfoto beschloss man, das Spiellokal gegen eine örtliche Gaststätte einzutauschen, um die Wartezeit, auf die ausstehenden Ergebnisse, nützlich bei Speiß und Trank sowie den ersten Analysen zu verkürzen.

Die erste positiver Meldung kam von den Schachfreunden Augsburg welche ihren 6-2 Sieg über Neuburg verkündeten.

Somit herzlichen Glückwunsch nach Augsburg zum verdienten Aufstieg.

Nachdem die 2. Meldung aus Augsburg für uns leider nicht so erfreulich war. Kriegshaber hatte leider gegen Rottal verloren. Somit endet die MSA ZZ 2 wiedermal auf Platz 8 die Saison und man musste hoffen, dass der 2. Absteiger aus der OL nicht aus der Region der LLS kommt.

RangMannschaft12345678910MPktBPkt
1. SF Augsburg 1 ** 5 4 4 6 6 16 - 2 52,0 - 20,0
2. SK Kriegshaber 1 3 ** 5 4 6 6 11 - 7 40,0 - 32,0
3. SC Garching 2 4 ** 5 3 5 5 11 - 7 39,0 - 33,0
4. SC Unterhaching 1 3 3 ** 7 4 4 10 - 8 40,0 - 32,0
5. FC Bayern München 3 1 ** 4 6 5 4 6 10 - 8 37,5 - 34,5
6. TSV Haunstetten 1 4 4 5 4 4 ** 10 - 8 37,0 - 35,0
7. SC Rottal-Inn 1 ½ 4 2 ** 5 7 - 11 30,0 - 42,0
8. MSA Zugzwang 2 ½ 2 3 3 3 ** 5 6 - 12 27,0 - 45,0
9. SK Neuburg 1 2 2 4 ** 5 - 13 28,0 - 44,0
10. SC Starnberg 1 2 3 2 3 ** 4 - 14 29,5 - 42,5

Wenig später erreichte uns die Meldung das Trostberg – Bindlach + - - ausgegangen ist und somit Bindlach als 2. Absteiger der OL in die LLN absteigt.

Stand jetzt, darf der MSA ZZ 2 auch in nächsten Saison in der LL Süd antreten.

Zu guterletzt noch die Einzelstatistik der Spieler.

MSA Zugzwang 2
  DWZ 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Einsätze %
1 Hoffmeyer, Falk, Dr. 2308 0     ½           0.5 2 25 %
2 Maier, Alexander 2291 1 0 ½ ½ ½ ½ ½ 1 0 4.5 9 50 %
3 Gerigk, Erasmus 2292                        
4 Brychcy, Felix 2076 0 0 1 ½ 0 ½ 0 0 1 3.0 9 33 %
5 Müller, Lukas 2056 1 0           ½ 1 2.5 4 62 %
6 Winterholler, Christina 2031                        
7 De Albuquerque Mello Pereira, Felipe 2013 0 ½ 0 0 0   0 0 0 0.5 8 6 %
8 Kuhn, Hubert 1986   1 1 ½ 0 ½     ½ 3.5 6 58 %
9 Krulich, Roman 2111 0                 0.0 1 0 %
10 Motl, Martin 2171     1     1     1 3.0 3 100 %
11 Tebelmann, Lars 2041           1     1 2.0 2 100 %
12 Brozio, Jason 1994       0     0   ½ 0.5 3 17 %
13 Lerch, Martin 1987           1 0 0   1.0 3 33 %
14 Grünke, Paul 1985       ½           0.5 1 50 %
15 Bühner, Maximilian 1898   0   ½   0       0.5 3 17 %
16 Huber, Stefan 1873         0   0     0.0 2 0 %
17 Titz, Markus 1833 0 0 1   1 0 0 0   2.0 7 29 %
18 Özden, Kadir 1822 1 0 0   ½   0 0   1.5 6 25 %
19 Heydari, Edwin 1820         1         1.0 1 100 %
20 Radgen, Samuel 1490     0         ½   0.5 2 25