Am Dienstag, den 24. Februar fand für Zugzwang 3 und Zugzwang 5 die 6. Runde in der MMM bei der SG Schwabing München Nord statt. Während Zugzwang 5 einen Sieg einfuhr, konnte Zugzwang 3 keine Mannschaftspunkte mit nach Hause nehmen.
Im Vorfeld hatten die Mannschaftsführer bereits alle Hände voll zu tun, da die Krankheitswelle auch vor Zugzwang keinen Halt machte. Die Abfolge der E-Mail-Betreffzeilen ("Frühe Aufstellung " - "Änderung der Aufstellung" - "Finale Aufstellung (hoping)" - "Finale finale Aufstellung (still hoping)") gibt einen Eindruck der vorgelagerten Dramatik. Letztlich komplementierte Kuros die Aufstellung der 3. Mannschaft und die entstandene Lücke in der 5. Mannschaft wurde ebenfalls geschlossen. Vielen Dank an die Nicolas und Manuel für die Orga! :-)
SG Schwabing München Nord 3 - MSA Zugzwang 82 5
Die Spiele an Brett 1 und 2 verliefen unspektakulär – Manuel und Uli nahmen jeweils ein frühes Remis-Angebot des Gegners an.
An Brett 4 konnte Fabien durch eine Taktik einen Bauern gewinnen, allerdings konnte er den Vorteil nicht verwerten und man einigte sich auf ein Remis.
An Brett 5 hatte Alessandro nach einem Fehler in der Eröffnung lange mit zwei Minusbauern und einer schlechten Stellung zu kämpfen. Nach einiger Zeit konnte er sich ein wenig befreien, worauf der Gegner einen groben Fehler machte und die Partie einstellte. Zwischenstand damit 2,5-1,5 für Zugzwang.
An Brett 6 hatte Enver eine Verluststellung, konnte das Endspiel aber mit einer beindruckenden Verteidigung Remis halten. Leider musste sich Armin an Brett 3 seinem Gegner geschlagen geben. Es stand also 3-3.
Als einziger war noch Thorsten, bei seinem ersten Einsatz für Zugzwang, an Brett 7 am kämpfen. Sein Gegner ist früh in eine Eröffnungsfalle getappt und musste eine Qualität geben. Dies führte schließlich zu einem sehr langen Endspiel mit Dame + Turm gegen Dame + Springer + Bauer. Nach dem beide Spieler schon auf Inkrement gespielt haben, machte sein Gegner in Zeitnot den entscheidenden Fehler. Nach gut viereinhalb Stunden konnte er somit den 4-3 Gesamtsieg für Zugzwang sichern.
Einzelergebnisse und Tabelle


SG Schwabing München Nord 2 - MSA Zugzwang 82 3
Bei Zugzwang 3 begann der Wettkampf vielversprechend. Zunächst gewann Paul an Brett 1 gemäß der Devise "spät kommen, früh gewinnen" mit einem kleinen Feuerwerk und sorgte für ein schnelles 1-0:
Bei Julian an Brett 5 kam es zu einem frühen Damentausch, nach weiteren Tauschen zu einem Endspiel mit symmetrischer Struktur und folgerichtig zum Remis.
Lars an Brett 2 kam gut aus der Eröffnung und konnte nach dem Tausch der weißfeldrigen Läufer seine Springer in eine dominante Position bringen. Als der Gegner 5 Minuten nach seinem eigenen Zug ein Remis angbot, braucht er kurz um festzustellen, dass die Stellung einen Gewinnzug zum 2,5-0,5 Zwischenstand enthielt:
Robert an Brett 8 hatte bei ungleichfarbigen Läufern zwar einen Bauern mehr, aber für 20 verbleibende Züge noch wenig Zeit. Da die Stellung kaum Gewinnpotential bot, der Gegner deutlich stärker war und die anderen Bretter so aussahen als würden weitere Punkte folgen, einigte er sich auf ein Remis.
In einer von beiden Seiten gut geführten Partie (Genauigkeit laut chess.com-Analyse 91.0 : 88,4) erreichte Arnd an Brett 3 mit Weiß im 38. Zug ein Endspiel mit Raumvorteil, das der Computer mit +1,24 bewertet. Zwei ungenaue Züge später hatte sich der Vorteil allerdings verflüchtigt, sodass Arnd mit der Zeitkontrolle das Remisangebot seines Gegners zu einem Zwischenstand von 3,5-1,5 für annahm. Zu diesem Zeitpunkt liefen noch die Partien von Stefan mit einem Bauern weniger, von Nicolas mit einer Qualität weniger und von Kuros mit einer Qualität mehr in einer wilden Stellung...
Nicolas hatte an Brett 6 eine Qualität geopfert, dabei aber eine Verteidigungsmöglichkeit seines Gegners übersehen:
Beim Zwischentand von 3,5-2,5 musste also noch mindestens ein Remis her um nicht mit leeren Händen nach Hause zu gehen.
Stefan an Brett 4 hatte in der Eröffnung bei einem etwas zu dynamischen Bauernvorstoß denselbigen eingebüßt. Anschließend tauschten sich bis auf die gleichfarbigen Läufer alle Figuren und ein zweiter Bauer ging verloren - die Stellung sah nach der Zeitkontrolle ziemlich trostlos aus. Kurios war vor allem das Ende, als ein Vereinsmitglied von Schwabing das Brett abbaute als Stefan und sein Gegner beide aufgestanden waren. Auf halbem Weg bemerkte er den Irrtum, rekonstruierte die Stellung falsch und fing sich dafür von Stefans Gegner eine lautstarke Schellte ein. Stefan verzichtete auf die Rekonstruktion der Stellung, da es keine Schwindelversuche mehr gab.
Parallel dazu hatte sich an Brett 8 bei Kuros eine Zeitnotschlacht entbrannt. Der Gegner ließ mehrfach die Bedenkzeit auf wenige Sekunden ablaufen und es hielt ihn vor Aufregung kaum auf dem Stuhl. Kuros' Mehrqualität stand entgegen, dass der weiße König nur noch einen Bauern auf g3 als Schutz hatte und der Gegner mit Dame, Springer und Bauernhebel h5-h4 gefährliches Gegenspiel begann. Sehr pragmatisch versuchte Kuros die Qualität zurückzugeben um dafür die Damen zu tauschen. Leider übersah er ein Zwischenschach, das einen Turm kostete und zur sofortigen Aufgabe führte. Der Endstand war damit 3,5-4,5.
Einzelergebnisse und Tabelle


Credits
Danke an Arnd, Paul, Nicolas und Manuel für die Berichte


