Unsere erste Teilnahme an der U12 auf bayerischer Ebene war nur ein kurzes Gastspiel. In der Münchener Schachakademie mussten wir uns den Mannschaften vom SC Tarrasch und vom SK Gräfelfing geschlagen geben.

Gegen Tarrasch am Vormittag begannen wir frohgemut und diesen Kampf hätten wir auch gewinnen können - doch es kam anders. Die schwierigste Aufgabe hatte Manuel Schubert an Brett 1. Nach zwei schweren Fehlern in der Eröffnung, die ihn zuerst einen Springer und dann seine Dame kosteten, war seine Position hoffnungslos und obgleich er noch lange kämpfte, gab sich sein  Gegner Maxim Schöning keine Blöße mehr und verwandelte seinen Vorteil.

An Brett 2 entspann sich ein packendes Duell zwischen Dragan Barnjak und Sofie Klenk. Zunächst erlangte Sofie einigen Stellungsvorteil, da Dragans Bauern zu weit vorgerückt und zersplittert waren. Dragan vermochte jedoch durch geschicktes Spiel Drohungen aufzustellen, auf die Sofie nicht die beste Verteidigung fand. Dragan gewann die Dame. Doch kurz vor dem Ende machte er einen katastrophalen Fehler: Sofies letzte verbliebene Leichtfigur konnte eine Springergabel geben. Sofie sah dies jedoch zunächst nicht und war im Begriff einen anderen Zug zu spielen, als sie, von außen beeinflusst, innehielt und schließlich doch die gewinnbringende Springergabel spielte. Ich als herbeigerufener Schiedsrichter entschied, die Partie unter Protest weiterzuspielen. Schließlich entschied sich Tarrasch jedoch dafür, die Partie aus Fairness aufzugeben. Somit ein etwas glücklicher, aber nicht unverdienter Punkt für Dragan. Es sollte unser einziger bleiben.

An Brett 3 spielte sich eines jener Dramen ab, die den Job des Jugendleiters bzw. Mannschaftsbetreuers zu einem Gesundheitsrisiko machen: Maria Schubert spielte eine wunderbare Eröffnung und es gelang ihr (unter Mithilfe ihres Gegners) die Bauernstruktur auf dem Königsflügel ihres Gegners zu zerstören. Ihr Gegner Maxi Gerl ließ auch noch ihre Dame nach h6 eindringen und bald gesellte sich noch ein Springer auf g5 hinzu. Ein Schach auf h7 dräute. Und, welch Glück, der Gegner ignorierte die Drohung, schlimmer noch, er zog seinen Turm von e8 nach e7, sodass nun ein Matt in zwei Zügen möglich wurde - zuerst Dh6-h7+, gefolgt von Kg8-f8 und Dh7-h8 matt. Leider begann Maria nun aber, alles zu tun, nur nicht matt zu setzen. Ihr Gegner machte auch keine Anstalten, die Drohung in den folgenden fünf bis sechs Zügen zu parieren, das war allerdings scheinbar auch nicht nötig, denn Maria wollte offenbar heute nicht matt setzen. Das Ende vom Lied war dann, dass Maria eine Figur verlor, schließlich ein gegnerischer Bauer zur Dame lief und Maria aufgeben musste. Dennoch zeigt sich, wenn noch das letzte Quäntchen Konzentration dazukommt, stellen sich sicher auch bald die Erfolge ein. Nur Mut!

Auch am letzten Brett war dem Zuschauer ein Auf und Ab der Gefühle beschieden. Adrian begann sehr gut gegen Aris Marantidis und eroberte die Qualität. Wenig später aber folgte schon der erste Konzentrationsverlust und ein Läufer musste dran glauben, sodass die Partie wieder offen war. Schließlich stellte Adrian seinen Turm ein und gab auf. Auch hier fehlt eigentlich nur die Zähigkeit und die Konzentration bis zum Ende. Das kommt mit der Zeit und alle außer Maria haben ja noch mindestens 2 Jahre U12 vor sich.

Am Nachmittag war Pause für uns. Während sich Gräfelfing und Tarrasch duellierten (Endergebnis 2:2), ließen wir uns Pizza schmecken und analysierten im Anschluss unsere Partien.

 

In der Nachmittagsrunde mussten wir dann gegen die starken Gräfelfinger ran. Ich hatte mir Hoffnungen gemacht, da diese gegen Tarrasch nur 2:2 gespielt hatten und träumte von einem Sieg, der uns zum Weiterkommen reichen würde.

Doch dieser Traum zerstob bald wie eine Seifenblase: Maria übersah eine einzügige Mattdrohung, und ihr Gegner ließ sich nicht zweimal bitten: er stellte  seine Dame nach g7 und verkündete Matt.

Adrian hatte auch in dieser Partie seine Chancen, tatsächlich hätte er sogar, statt seine Dame einzustellen, seinen Gegner Nico Joebges schwer in Bedrängnis bringen können, doch es sollte eben noch nicht sein.

Auch Dragan verlor ziemlich sang- und klanglos gegen Wassili von Schlippe.

Am längsten wehrte sich wieder Manuel an Brett1 gegen Nikolai von Schlippe, aber auch er musste letzten Endes das Handtuch werfen, sodass das ernüchternde Endergebnis von 0:4 feststand.

 

Ein schöner Schachsamstag in der Schachakademie, an die ein herzliches Dankeschön geht dafür, dass wir in ihre Räume ausweichen durften. Wir haben an Erfahrung gewonnen. Vielen Dank an die tapferen Kämpfer!

 


 



Am 12. Februar traten wir mit einer Mannschaft, bestehend aus Nina Tumminaro, Maria Schubert, Dafina und Donjeta Gashi bei den Bayerischen Mädchenmeisterschaften an. Die Veranstaltung wurde in Vaterstetten unter der Ägide des sehr rührigen Walter Rädler ausgetragen. Dementsprechend waren die Turnierbedingungen ideal: Es wurde auf bundesligatauglichen Holzbrettern und mit DGT Digitaluhren gespielt. Im Turniersaal waren ein paar Stücke aus Walter Rädlers Sammlung ungewöhnlicher Schachspiele ausgestellt.

Sportlich konnten wir leider noch nicht so ganz mithalten. Nur Dafina und Maria gelang je ein Sieg, die anderen Partien gingen alle verloren, obwohl natürlich oft mehr drin gewesen wäre. Es hat aber allen viel Spaß gemacht. Gewonnen wurden die Bayerischen Meisterschaften U14 übrigens von Stetten aus Unterfranken, und zwar in überlegener Manier. Sie gaben keinen einzigen Mannschaftspunkt ab. Jede teilnehmende Mannschaft erhielt aber einen Pokal, der demnächst unseren Clubraum zieren (oder verunzieren?) wird.

 

Einen ausführlichen Bericht findet man auch auf der Homepage der Bayrischen Schachjugend unter

http://www.bayerische-schachjugend.de/

 

Unsere Spieler Maximilian Bühner und Leonard Lusznat spielen zur Zeit bei der Münchener Einzelmeisterschaft mit. Hier der Link zu der Tabelle, wo man den Aktuellen Stand verfolgen kann:

 

http://schachbezirk-muenchen.de/spielleitung/mem/Grundturnier/mem-2011-gt-Fort.html

Hier die Ausschreibung für die bayerischen Mädchenmeisterschaften. Bitte überlegt Euch, ob Ihr Lust und Zeit habt und sagt Felix bis Mitte Januar Bescheid, da bis zum 1. Februar die Mannschaftsmeldung gemacht werden muss.

 

Wir hätten genügend Kandidatinnen für eine schöne U14 Mannschaft:

 

Nina Tumminaro

Maria Schubert

Donjeta Gashi

Dafina Gashi

Corinna Hahnel

 

 

Bayerische Schachjugend
Spielleiter: Herbert Baier
Tel: 08166 – 68166
Fax: 08166 – 68167 (nach Voranmeldung)
eMail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Einladung zu den Bayerischen Mannschaftsmeisterschaften der weiblichen Jugend (Altersklasse U14w und U20w)


Lieber Schachfreund !


Hiermit lade ich Dich zu den bayerischen Mannschaftsmeisterschaft der weiblichen Jugend (Altersklasse U14w und U20w) ein. Das Turnier findet am Samstag, 12. Februar 2011 (Anreise bis 10:15 Uhr – Anwesenheitspflicht!) bis ca. 17 h (Siegerehrung) statt. Es werden 7 Runden Schweizer System mit einer Bedenkzeit min. 25 Minuten (bei 7 Runden) bzw. max. 60 Minuten (bei 3 Runden) gespielt (Schreibpflicht bis 5 Minuten vor Fall des eigenen Blättchens):
Zeitplan: Anwesenheitspflicht und Abgabe der Mannschaftsmeldung: 10.15 Uhr
Spielbeginn: 10:30 Uhr
Ende: ca. 17:00 Uhr mit Siegerehrung


Die Meisterschaft wird in Vaterstetten in Oberbayern bei München ausgetragen.
Anfahrtsweg: Humboldt-Gymnasium Vaterstetten, Johann-Straußstraße 42, 85598 Baldham, Mensa, Eingang über Rossinistraße


Teilnahmeberechtigt ist jeder Verein der dem BSB angehört. Eine Mannschaft besteht aus vier Mädchen der Altersklasse U14w (Jahrgang 1997 und jünger) bzw. U20w (Jahrgang 1991 und jünger). Pro Mannschaftskampf darf eine - in der Aufstellung zu meldende – Spielerin eingesetzt werden, die in der laufenden Saison für einen anderen als den meldenden Verein spielberechtigt ist (Gastspielerin). Eine Spielerin darf im laufenden Wettbewerb und auf deutscher Ebene (!) nur für einen Verein als Gastspielerin eingesetzt werden. Spielberechtigt sind Spielerinnen mit Erstwohnsitz in Deutschland, die dem BSLV und dem BSB gemeldet und für einen dem BSB angeschlossenen Verein spielberechtigt sind. Für die Deutsche Meisterschaft darf nur eine Mannschaft je Verein gemeldet werden.
Die beiden Erstplatzierten der MM U14w qualifizieren sich für die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften. Die MM U20w wird auch auf deutscher Ebene offen ausgetragen.


Meldung bis Dienstag, den 1. Februar 2011 an:
Walter Rädler, Karwendelplatz 8, 85598 Baldham, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, AB 08106 7164
Weitere Infos unter: http://www.bayerische-schachjugend.de unter Bayerische Mädchenmannschaftsmeisterschaften 2011


Für Rückfragen stehe ich Euch gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
= Herbert Baier =
Spielleiter BSJ

   
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