ZZ3 verliert gegen SC Unterhaching 2

Die Ausgangssituation war klar. Geht das Kellerduell zwischen Haar und Stadtwerke mit einer Punkteteilung aus, ist Zugzwang 3 abgesteigen, ansonsten ist die Klasse erhalten. Das Glück war auf unserer Seite. Haar 2 gewann klar und sicherte sich Platz 6. Aber nun zu den Hachingern. Beim Vorgespräch erwähnte ich, dass für die Gäste die Meisterschaft ja abgeschrieben sei. Aber die Hachinger wehrten sich: "Bei einem knappen Sieg von Vaterstetten hilft uns immer noch ein 8:0 gegen euch!". Falls die das ernst meinten, mussten wir denen am Brett schon mal zeigen, dass wir zwar nicht vorne mitspielen, aber ein Klatsche nie zulassen würden.

zWEIKLASSENGESELLSCHAFT IN DER a1 Klasse

Eine Runde vor Saisonschluß setzt sich Vaterstetten 2 punktgleich (9:3)  vor Unterhaching 2 (haben aktuell gegen Sendling 2 gepatzt) und Schach-Union 1 an die Spitze. Am Tabellenende hängt seit 3 Spieltagen punktegleich (2:10) unsere Dritte gefolgt von Stadtwerke 1 und Haar2. Also eine richtige Zwei- Klassen- Gesellschaft.

Kein Fortschritt beim Klassenerhalt

Auch wenn das Herz blutete, war ich willens, Thomas H., unser Brett 1, an ZZ2 abzugeben. Das Brett blieb leer, da kein Spieler mit DWZ > 1500 mobilisierbar war. Desweiteren war Herbert G. an Brett 4 für Eugen eingesprungen. Die 2. Mannschaft von Sendling liegt derzeit auf Platz 3 und hat im Schnitt etwa 120 DWZ Punkte mehr als wir. Wie will man so Mannschaftspunkte für den Klassenerhalt gewinnen?

SC Stadtwerke hatte bisher keine Punkte. Daher war klar, dass wir bei einem Sieg unsere Abstiegssorgen los sein würden - weit gefehlt!

Schon lange vor der Partie war klar, dass Sven zu ersetzen war. Daher hatte ich Boris eingeladen bei uns zu spielen - er hatte dankbar zugesagt. Eine dreiviertel Stunde vor der Partie hat mich Stefan P. angerufen, er schaffe es nicht zu der Partie. Auf der Suche nach einem Ersatzspieler wurde ich telefonisch nicht fündig. Herbert G. war nicht erreichbar, Alexander sagte ab. Im Schmeller war helle Aufregung: Jan-Philip wurde in der Zwischenzeit wohl vorgeschlagen. Als ich aber sah, dass Maximilian B. noch vom Jugendtraining da war, habe ich ihn kurzerhand nominiert, da ich mich von seinen Qualitäten schon bei der MEM2011 überzeugen konnte.

Aber zum Spiel: Ich hatte mit weiss einen Königsinder am Brett, habe Sämisch gespielt und die Pläne nicht gekannt. Leider vereinfachte sich die Stellung so, dass ich kein Potenzial für ein Weiterkommen sah. Mein Gegner bot Remis - ich prüfte die Lage an den anderen Brettern. Maximilian stand leicht besser, Boris fragte mich, ob er Remis machen darf, Thomas an Brett 1 hatte leichten Vorteil (Turm gegen Läufer und Bauer), bei Werner kannte ich mich nicht aus, Eugen stand o.k. Maximilian vereinberte Remis: ein super Erfolg und ein Danke Schön von uns allen. Ich stimmte dem Remisgebot zu, Boris vereinbarte dann auch Remis - eine halbe Stunde später machte auch noch Herbert K. Remis: 2:2.

Ausser Spesen nichts gewesen!

Wir traten in  Stammbesetzung an. In dem ASZ am Kolumbusplatz gibt es gute Spielbedingungen. Natürlich waren wir noch beflügelt von unserem Sieg in Haar. Aber nach einer halben Stunde war nur noch konzentriertes Grübeln in den Gesichtern zu erkennen.

Es fing gut an. Martin ist wieder der erste, der einen Punkt holt, dann vereinbart Herbert mit dem Mannschaftsführer von Tarrasch ein Remis an Brett 2. Zum Glück hatte ich zuvor schon meine Fotos gemacht. Selbst war ich von meiner Partie so absorbiert, dass ich beim Herumgehen nicht wirklich beurteilen konnte, wer gut oder schlecht steht. Allein bei meinem Nebenmann, Sven, hatte der Königsflügel etwas vom 'Tag der offenen Tür'. Kurz nach der Zeitkontrolle schien sich das Blatt gegen uns gewendet zu haben.

   
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