Faites vos jeux - sagte der Croupier, als er heute in der Schachakademie, ein letztes Mal die Kugel in die Rouletteschüssel einwarf. Auf der einen Seite des Tisches saß Martin Spieß auf der anderen Seite Bernhard Gerstner. Beide Spieler waren so gebannt, dass sie Raum und Zeit um sich herum vergaßen, und wie gespannt auf die Roulettekugel starrten, die ihre Runden in der Schüssel drehte, und immer langsamer wurde. Als sie endlich auf einer Zahl zum Stehen kam, war es nicht erwartet, die 0, sondern die 1 - und zwar die 1 für Bernhard. Oder um es etwas weniger blumig auszudrücken, Bernhard gewann völlig überraschend eine verlorene Stellung gegen seinen ehemaligen Vereinskameraden, und zwar auf Zeit, nachdem entweder er seinen Gegner oder dieser sich selbst hypnotosiert hatte. Dieses Wunder rettete unseren Mannschaftskampf in der Endabrechnung zu einem nicht mehr erhofften 4,5-Sieg. Doch der Reihe nach.

 

 

   
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